Das neue Jahr 2016 ist bereits drei Monate jung und „Digitale Sport Medien“ hat sich darüber Gedanken gemacht, welche Tendenzen und Trends im neuen Jahr verstärkt in den digitalen Medien genutzt und eingesetzt werden.

Internationalisierung

2015 hat es nicht mehr gereicht, seine sozialen Kanäle in nur einer Sprache zu führen. Immer mehr Clubs und Vereine führen mehrsprachige Feeds oder erstellen gesonderte anderssprachige Kanäle für ihre internationalen Fans. Der Schritt in die anderen Märkte wurde auch von einigen gewagt – Tencent oder Weibo sind für die meisten keine Schimpfwörter mehr.

Endlich haben es alle realisiert: die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke eignen sich perfekt dazu, um seinen globalen Brand zu entwickeln und seine internationale Anhängerschaft mit Inhalten zu versorgen. 2015 wurde auch der Schritt zur Kommerzialisierung dieser globalen Entwicklung gewagt.

Das neue Jahr wird auf diesen Erkenntnissen aufbauen und die Internationalisierung ausbauen.

Video-Content

Facebook und Co meldeten 2015 Rekordzahlen bei der Videoreichweite. Mittlerweile hat fast jedes soziales Netzwerk oder Tool eine Video-Funktion, die von Massen genutzt wird. Facebook experimentiert an der neuen Funktion „Vorgeschlagene Videos“ und die Snapchat-Stories sind der Hit der Saison.

Das wird im Jahr 2016 noch stärker hervorgehoben und entwickelt werden. Denn was kann eine emotionale Geschichte besser erzählen als ein kurzes (oder langes) Video?

Live-Content

Social Media stellen oft ein perfektes Bild dar: mehrmals editierte und polierte Werbetexte, Filter und bearbeitete Profifotos regieren die Welt des Sports. Vermutlich als Gegengewicht dazu ist in letzter Zeit so ein Boom von „Live“-Netzwerken ins Leben gerufen worden.

Denn diese zeigen den Moment in seiner Entstehung und ziehen dementsprechend höhere Reichweiten und Engagement-Rates nach sich. Periscope von Twitter, Meerkat, Facebook Live Videos – das Jahr 2015 hat viele neue Livestream-Netzwerke hervorgebracht. Man kann nur vermuten, dass das erst der Anfang ist.

1-to-1 Approach

Wenn die letzten Jahre im Sinne der „One-to-Many“-Kommunikation standen, entwickelt sich nun ein neuer Trend, der sicherlich auch 2016 in aller Munde sein wird.: die One-to-One-Kommunikation bzw. Micro-Engagement. Jeder einzelne Nutzer wird zur Hauptfigur in den sozialen Netzwerken.

Das Wachstum der Messaging-Apps wird dabei einer der Schlüsselfaktoren bleiben. Individualisierung des digitalen Angebots ist eines der Stichworte des Jahres 2016!

Mobile Apps

Es gibt heutzutage unzählige mobile Applikationen, Spiele live zu verfolgen, Nachrichten zu erfahren und immer auf dem neusten Stand im Sport zu sein. Immer mehr Clubs und Organisationen bringen aber ihre eigenen Apps heraus, um ihre Anhängerschaft zu festigen und gleichzeitig instrumentalisieren zu können.

Die Apps bekommen neue Funktionen, die den Nutzern helfen sollen, das „Drumherum“ noch näher und intensiver zu verfolgen. Nicht umsonst ist der Second Screen schon fest im Sport etabliert. Location Based Services, Video-Highlights, Liveticker, E-Tickets und vieles mehr sind heutzutage fester Bestandteil solcher Apps. 2016 wird das Ganze noch intensiver und individualisierter fortgesetzt.

Channel Management

Innerhalb der großen Palette sozialer Netzwerke, die heute zum festen Arsenal eines Social Media -Managers gehören, wird noch oft undifferenziert gehandelt, da die meisten von ihnen sich in den Funktionen doch sehr ähneln. Dabei unterscheiden sich die Zielgruppen der jeweiligen Apps ziemlich deutlich.

Was für Facebook funktioniert, wird bei Snapchat nicht angenommen. 2016 werden klare Stategien für jedes Netzwerk erstellt werden müssen, um das Maximum aus jeder Plattform herausholen zu können.

Influencer-Management

Die Athleten an sich haben im Sport schon immer eine große Rolle gespielt. Sie sind Influencer, mit deren Hilfe die Reichweiten eines beliebigen Netzwerks gesteigert werden können, wenn sie bedacht eingesetzt werden. Dabei wird oft eine andere Art Influencer vergessen – der Nutzer selbst.

Die Individualisierung der sozialen Netzwerke führte zur Verstärkung der Blogger und anderer Einzelpersonen, die zum Teil sehr große Reichweiten mit ihren Posts und anderem Content erreichen. Ob vereinsnahe berühmte Persönlichkeiten oder auch einfach User, die Meinungsführer in ihren sozialen Netzwerken sind, müssen 2016 stärker denn je berücksichtig werden, um den eigenen Brand weiter voranzutreiben.